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Der Klimawandel gefährdet Entwicklung und verschärft die weltweite Armut

Film ab gegen Kohlekraft! Klima schützen, Armut verhindern.

Der neue Kinospot von Oxfam Deutschland zeigt, dass Kohlekraftwerke in Deutschland den Klimawandel verschärfen. Die Folgen des Klimawandels, wie Stürme, Dürren und Überschwemmungen treffen vor allem Menschen in armen Ländern.

 

 

 
Die Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern. Wir stecken mittendrin, im Klimawandel. Jeden Tag werden die Auswirkungen deutlicher: Polkappen und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Stürme und Hitzewellen nehmen zu. Für die reichen Industrienationen, zu denen Deutschland zählt, wird der Klimawandel zunehmend zu einer ernsthaften Bedrohung - für die Entwicklungsländer ist er schon jetzt eine Katastrophe!

Der Klimawandel zerstört durch Überschwemmungen, Stürme oder Dürren das Hab und Gut von Millionen Menschen. Krankheiten breiten sich in Gegenden aus, die dafür bislang als zu kalt galten. Extremwetterlagen, wie beispielsweise ungewöhnlich starke Regenfälle oder langanhaltende Dürren verringern die Ernteerträge und treiben weltweit die Preise für Grundnahrungsmittel wie Weizen oder Reis nach oben. Viele Gebiete, in denen es schon immer wenig Wasser gab, werden infolge zunehmender Trockenheit schlicht unbewohnbar.

Der Klimawandel bedroht die Lebensgrundlagen von Menschen weltweit. Wenn es uns nicht gelingt, den Klimawandel aufzuhalten, machen seine Folgen die mühsam erreichten Fortschritte in der Bekämpfung weltweiter Armut zunichte. Die hehren Ziele der Weltgemeinschaft, bis 2015 die Zahl der Hungernden sowie der in Armut lebenden Menschen zu halbieren, würden dann unerreichbar.

Klimawandel: Die Uhr tickt!

Es ist längst bekannt, was gegen den Klimawandel getan werden kann. Die globalen Treibhausgas-Emissionen müssen drastisch verringert werden, vor allem in den reichen Industrieländern. Denn die Industrienationen sind nicht nur maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich, sie verfügen auch über die notwendigen Ressourcen, um der globalen Erwärmung entschieden zu begegnen. Noch ist Zeit, eine globale, irreversible Katastrophe zu verhindern - dafür muss der weltweite Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase aber spätestens in fünf bis zehn Jahren zu sinken beginnen - zur Jahrhundertmitte darf er maximal noch ein Fünftel des Niveaus von 1990 betragen.

Was ist zu tun? Klimakiller abschalten!

Der Klimawandel ist eine Folge der verfehlten Energiepolitik in den Industrieländern, auch in Deutschland. Trotz des vorbildlichen Ziels, bis 2020 die deutschen Treibhausgas-Emissionen um 40% zu senken, sind in Deutschland 25 neue Kohlekraftwerke in Planung oder befinden sich bereits im Bau. Der Ausbau der regenerativen Energien in Deutschland geht zu langsam voran, die Wärmedämmung des Gebäudebestands wird nur halbherzig vorangetrieben, und der Emissionshandel schützt weiterhin eher die Industrie vor Veränderung als das Klima.
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Ein weltweites Klimaschutzabkommen

2012 läuft die erste Verpflichtungsrunde des Kyoto-Protokolls aus. Für die Zeit danach hat sich die Staatengemeinschaft vorgenommen, nicht nur neue Klimaschutzziele für die reichen Industrienationen, die Hauptverursacher der Krise, festzulegen, sondern gleichzeitig ein komplettes, neues globales Klimaschutzregime auszuhandeln, das die Unterstützung für die Entwicklungsländer bei Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel einschließt. Der große UN-Klimagipfel ist an diesem Anspruch gescheitert. Jetzt wird weiterverhandelt. Die nächste große Konferenz findet im Dezember 2010 in Mexiko statt. Für Oxfam wird sich der Erfolg daran bemessen, ob
  • erstens die Treibhausgas-Emissionen weltweit so weit abgesenkt werden, dass die schlimmsten Szenarien des Klimawandels noch verhindert werden können.
  • zweitens die dafür notwendigen Anstrengungen gerecht verteilt werden - vor allem die reichen Länder müssen sich zu mehr Klimaschutz verpflichten.
  • drittens die reichen Länder die Entwicklungsländer bei der Anpassung an den Klimawandel angemessen unterstützen.
 

 
 

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Stopp Kohlekraftwerke!

So gut wie alle großen Energieunternehmen investieren derzeit in die Steinzeit-Technik von gestern.

EnBW, E.ON, RWE, Vattenfall und andere Unternehmen wollen in 27 neuen Kraftwerken Braunkohle oder Steinkohle verbrennen. Werden diese Pläne Realität, dann ist mittelfristig wirksamer Klimaschutz in Deutschland kaum noch möglich. Denn diese Klimakiller-Kraftwerke sollen nach den Plänen der Stromkonzerne 40 Jahre und länger laufen. Doch gegen diese Pläne regt sich bundesweiter Widerstand. BUND-Aktive unterstützen in vielen Städten lokale BürgerInneninitiativen und wehren sich gemeinsam gegen die geplanten Kohlekraftwerke.


Übersicht mit detaillierten Informationen zu jedem der 27 Standorte, den aktuellen Entwicklungen und Adressen der Aktiven vor Ort (Dezember 2007)


Ein Überblick über die Standorte der geplanten Kohlekraftwerke

 

 

orginal BUND